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„Bild, das mehr sagt als 1.000 Raketen“ – Netanjahu spricht von geheimem iranischem Atomlager

In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung am Donnerstag behauptete der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der Iran habe in Teheran ein geheimes „Atomlager“, das bis zu 300 Tonnen „nukleares Material“ enthalte.
Israel habe eine Razzia des „nuklearen Atomarchivs“ des Iran durchgeführt und dadurch Erkenntnisse erlangt, die in einem Bericht veröffentlicht würden.

Was ich jetzt sage, wurde noch nie öffentlich mitgeteilt“, so der israelische Premier. „Ich gebe zum ersten Mal bekannt, dass der Iran eine weitere geheime Einrichtung in Teheran hat.“

Netanjahu zeigte ein Foto eines „unschuldig aussehenden Geländes“ in Teheran.

Hier ist ein Bild, dass mehr sagt als 1.000 Raketen.“ 

Doch seit der israelischen Razzia seien die Iraner damit beschäftigt, das radioaktive Material zu verstecken, unter anderem in Teheran. Er forderte Teherans Einwohner auf, „bei Amazon“ einen Geigerzähler zu kaufen, um die Strahlung in der Stadt zu messen. Das Lager soll „15 Schiffscontainer“ enthalten, in denen sich laut Netanjahu rund 300 Tonnen „nukleares Material“ befinden könnten.
Sein Plädoyer für weitere Sanktionen gegen den Iran und die Aufhebung des Atomdeals auch seitens Europas unterstrich der israelische Ministerpräsident mit vielen Worten und einer Reihe gut vorbereiteter Anschauungsmaterialien. Darunter die Abbildung, die die vermeintliche iranische Lagerhalle zeigen sollte.
Außerdem zeigte Netanjahu eine Luftaufnahme der libanesischen Hauptstadt Beirut, auf der drei angebliche Raketen-Lagerstätten der Hisbollah eingezeichnet sind. Hisbollah lagere die Raketen in der Nähe des Flughafens und missbrauche dabei libanesische Bürger als menschliche Schutzschilde.
Iran directing #Lebabon’s #Hezbollah to build secret sites to convert inaccurate projectiles into precision-guided missiles that can target deep inside Israel – #Netanyahu at #UNGAhttps://t.co/8QTAyDxptepic.twitter.com/WXexsLq8dw— RT (@RT_com) 27. September 2018
Kurz darauf veröffentlichte auch die israelische Armee Bilder und Videoaufnahmen von den mutmaßlichen Stätten. Hisbollah versuche dort, Boden-Boden-Raketen in Präzisionsraketen umzuwandeln, hieß es in der Mitteilung der Armee.
Netanjahu kritisierte weiter die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO), weil sie nach einem Bericht Israels über das „geheime Archiv“ des Iran keine Maßnahmen ergriffen habe. Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Netanjahu als weiteren Schritt auf dem Weg zum Krieg. Den am Deal beteiligten EU-Staaten – Deutschland, Frankreich und Großbritannien – warf er Beschwichtigungspolitik gegenüber dem Iran vor.

Haben diese europäischen Anführer nichts aus der Geschichte gelernt? Werden sie jemals aufwachen?“

Statt das iranische „Regime“ zu umarmen, sollte Europa es den Vereinigten Staaten, Israel und vielen arabischen Ländern gleichtun und das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen, meinte Netanjahu.
Vor wenigen Tagen betonte Netanjahu, dass das israelische Militär auch weiterhin iranische oder mit dem Iran in Verbindung stehende militärische Ziele in Syrien angreifen werde.
Bereits Ende April hatte der israelische Premier für seine Vorwürfe, der Iran arbeite weiter an Massenvernichtungswaffen, Anschauungsmaterial parat. Er berief sich auch damals auf Akten, die der israelische Geheimdienst angeblich aus Teherans Atomforschungsarchiv erhalten habe. Dieses konnte die Europäer jedoch nicht vollends überzeugen.
Und auch im Jahr 2012 präsentierte der israelische Premierminister ein grobes Bild einer karikaturhaften Bombe mit einer brennenden Sicherung, die angebliche iranische Fortschritte bei der Beschaffung von Atomwaffen darstellte.

Mehr zum Thema – „Terrorsponsor“ Iran: Netanjahu im nuklearen Wunderland (Video)

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