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CIA verlagert Fokus: Weg von Terrorismusbekämpfung – wahre Gefahr geht von Russland und China aus

Der Geheimdienst, der sich selbst als „erste Verteidigungslinie der Nation“ beschreibt, sieht den Zeitpunkt gekommen, sich künftig weniger mit Terrorismusbekämpfung und dafür mehr mit Russland und China zu befassen. Das verkündete die neue Direktorin Gina Haspel während ihres ersten öffentlichen Auftritts seit ihrem Amtsantritt im Mai diesen Jahres.
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Rekrutierung von Sprachtalenten jeder Couleur
In ihrem Vortrag an der University of Louisville, wo Haspel Ihr Studium absolvierte, beteuerte die CIA-Direktorin, dass der Geheimdienst sich in der Tat zu einem guten Arbeitsplatz entwickelt habe. Obwohl es sich nicht offiziell um eine Rekrutierungskampagne handelte, fuhr sie fort darzulegen, dass die Türen US-Bürgern jeder Couleur offenstünden.

Auch nutzte sie ihre Redezeit, um ihre eigenen Verdienste zu loben – in ihrer Amtszeit habe es Situationen gegeben, die die Vorstellungskraft von Drehbuchautoren übersteigen. Damit schien Haspel jedoch nicht auf ihre Zeit in Thailand anzuspielen, in der sie Berichten zufolge ein CIA-Geheimgefängnis geleitet und damit Foltermethoden wie Schlafentzug, laute Musik, Schläge, sexuelle Erniedrigung und das berüchtigte Waterboarding bei außergerichtlich Verdächtigen unterstützt haben soll. Stattdessen betonte Haspel Erfolge wie die Festnahme von Terroristen.
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Staatliche Feinde als „schwierigste Probleme“
Jedoch werde sich der US-Auslandsgeheimdienst unter ihrer Führung vom Fokus auf die Terrorismusbekämpfung wegorientieren. Denn eine der vorrangigen strategischen Prioritäten der CIA werde es, „die schwierigsten Probleme“ anzugehen.
Denn die Anstrengungen gegenüber diesen schweren geheimdienstlichen Lücken seien überschattet worden von der „berechtigterweise“ starken Gewichtung der Nachrichtendienste auf die Terrorismusbekämpfung vor dem Hintergrund des 11. September 2001. Gruppen wie al-Qaida und der sogenannte Islamische Staat würden weiterhin direkt im Auge behalten, „doch wir werden unseren Fokus auf staatliche Gegner legen“, versprach Haspel.

Eng mit diesem strategischen Wandel verbunden sei das Vorhaben, ihre Auslandspräsenz zu erweitern, indem sie „die Zahl der im Ausland stationierten[ihrer] Offiziere stetig erhöht“. Ein größerer Auslandsfußabdruck erlaube eine robustere Haltung. Der Schwerpunkt der CIA liegt im Kontrast zu den anderen US-Agenturen in der Beschaffung von Informationen von und durch Menschen (HUMINT, für human intelligence).
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Die Einstellungskriterien der CIA würden, so Haspel, den strategischen Wandel des Dienstes widerspiegeln. Zunehmend werde auch innerhalb der CIA auf Sprachkenntnisse gesetzt, dafür werde künftig auch weiteres Training angeboten – ein Punkt, der sie scheinbar zufällig an ihren eigenen Sprachunterricht erinnert, den sie an ebenjener Universität erhielt, vor deren Studenten sie spricht. Die CIA werde weiterhin künftig mehr mit ihren Verbündeten in anderen Ländern zusammenarbeiten. Zu den Zielsprachen gehören neben Arabisch, Chinesisch und Farsi laut Haspel auch Französisch, Spanisch und Türkisch.
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Am 18. September feierte die CIA ihr 71-jähriges Bestehen, was von Kommentatoren in den sozialen Netzwerken unter anderem als 71 Jahre Regime-Change gewürdigt wurde.
Celebrating 71 years of espionage and regime change.— Jacob Graham (@Thegrahammy) 18. September 2018 71 years of illegally overthrowing governments worldwide, supporting terrorists of all stripes, and killing all sorts of innocent people along the way. America….Fuck Yeah.— 🌈A Peter Of Color (@WamsuttaLives) 18. September 2018 Seems like a good time to call it quits and let the people of the world live in peace— Andres (@futb0livariano) 18. September 2018

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