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Datenskandal bei Facebook – Experte rät: „Aussteigen“

Im Skandal um den Missbrauch der Daten von Millionen Facebook-Nutzern hat das Unternehmen Besserung gelobt. Das beteuerte Bundesjustizministerin Katarina Barley nach einem Gespräch mit europäischen Vertretern des sozialen Netzwerks in Berlin. Derweil fordern Datenschützer rechtliche Konsequenzen für Facebook.

„Fake-News“, „Filterblasen“, „Daten-Spionage“, „Unerlaubte Nutzung der Daten“. In den letzten Jahren wurde dem größten sozialen Netzwerk der Welt, welches nach seinen Angaben zwei Milliarden Menschen nutzen, einiges vorgeworfen. Doch nun wird es ernst für Facebook. Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica illegal an Informationen von Millionen Facebook-Usern gekommen war. Und das ohne, dass es die Nutzer wussten. Die Daten bekamen sie von einem britischen Professor, der eine „Quiz-App“ auf die Facebook-Plattform brachte. Die App bekam Zugang zu Informationen wie den Likes und Interessen sowie zu Daten von Freunden der rund 300.000 Umfrage-Teilnehmer. Daten von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern konnten somit gesammelt werden. Wie viele deutsche Nutzer von dem Datenklau betroffen waren, blieb zunächst unklar.

Am Wochenende wurde die Londoner Zentrale der Firma Cambridge Analytica, die darauf spezialisiert ist, potenzielle Wähler mit passgenauen Botschaften zu versorgen, von Behörden durchsucht. Sie soll möglicherweise Donald Trump zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl 2016 verholfen haben.

Am Sonntag hat sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in mehreren britischen Zeitungen für den Datenskandal entschuldigt. „Wir sind verpflichtet, Ihre Daten zu schützen, und wenn wir das nicht können, verdienen wir es nicht, Ihnen zu dienen. Ich habe daran gearbeitet, genau zu verstehen, was passiert ist und wie ich sicherstellen kann, dass das nicht wieder passiert“, schrieb Zuckerberg in seinem Facebook-Profil.

Am Montag traf sich Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) mit europäischen Facebook-Vertretern in Berlin. „Facebook hat im Gespräch heute Fehler eingestanden und Besserung versprochen. Die Versprechungen sind uns allerdings nicht genug. Wir werden in Zukunft deutlich strenger Unternehmen wie Facebook überwachen müssen und Verstöße gegen den Datenschutz hart und empfindlich ahnden“, schrieb sie auf Twitter nach dem Treffen.

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