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Landtagswahl in Bayern: Spitzenkandidaten von CSU und Grünen liefern sich kämpferisches TV-Duell

Zweieinhalb Wochen vor der Bayern-Wahl haben sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Grünen-Spitzenkandidat Ludwig Hartmann ein kämpferisches TV-Duell geliefert. Eine Stunde lang stritten die beiden am Mittwochabend über mindestens ein Dutzend Themen, etwa über Wohnungs-, Umwelt-, Asyl- und Bildungspolitik. Hartmann attackierte Söder etwa wegen des hohen Flächenverbrauchs im Freistaat.

Man braucht eine Politik, die denkt, bevor der Bagger kommt“, forderte Hartmann. 

Söder hielt den Grünen im Gegenzug eine „Verbotskultur“ vor: Diese wollten immer nur „alles verbieten und vorschreiben“. In der Asylpolitik forderte Hartmann mehr „Menschlichkeit“, etwa ein Bleiberecht für gut in den Arbeitsmarkt integrierte Ausländer. Söder verwies dagegen auf eine notwendige Balance zwischen Humanität und Ordnung.

Wer Straftaten begeht, der muss in sein Heimatland zurück“, forderte Söder unter anderem.

Beide Kandidaten schlossen ein Bündnis nach der Wahl nicht aus
Der CSU-Spitzenkandidat warnte in dem TV-Duell vor Verhältnissen wie in Berlin, wo sich Koalitionspartner täglich zerfleischten. Jeder müsse sich also bei der Landtagswahl überlegen, ob er wirklich sieben Parteien im Landtag haben wolle und damit wolle, dass Bayern „völlig instabil“ werde, argumentierte er. Hartmann hielt dagegen, es sei doch CSU-Chef Horst Seehofer persönlich, der in Berlin für Chaos und Instabilität sorge.
Söder und Hartmann schlossen eine schwarz-grüne Koalition nach der Landtagswahl nicht aus. „Wir wollen Bayern gestalten und zum Guten verändern“, sagte Hartmann. Mit den Grünen könne man deshalb jederzeit über eine ökologische und gerechte Politik reden. „Wir spielen aber nicht jedes Spiel mit“, betonte er. Söder schloss ein Bündnis ebenfalls nicht aus, betonte allerdings, dass die beiden Parteien doch in vielen Punkten sehr weit voneinander entfernt seien.
Nach aktuellen Umfragen  – CSU nur noch bei 34 Prozent
Die gut einstündige Sendung war das einzige TV-Duell vor der Wahl am 14. Oktober. Und dazu war es auch eine Premiere. Denn es war das erste Mal, dass der Bayerische Rundfunk keinen SPD-Kandidaten dazu eingeladen hatte, sondern einen Grünen-Politiker. Der Sender begründete dies damit, dass die Grünen in den jüngsten Umfragen klar zweitstärkste Kraft waren – mit mehreren Prozentpunkten Abstand vor der SPD. In der Vergangenheit gehörte der zweite Platz stets den Sozialdemokraten. Nun muss die SPD aber fürchten, auf Rang vier zu landen. Die CSU muss nach allen aktuellen Umfragen mit dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit rechnen.
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In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Bild-Zeitung kommt die CSU nur noch auf 34 Prozent. Ende August hatten die Christsozialen noch zwei Punkte mehr. Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CSU mit 47,7 Prozent die absolute Mehrheit geholt. Die Grünen konnten zwei Punkte zulegen und liegen nun mit 17 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der bislang nicht im Landtag vertretenen AfD mit 14 Prozent. Die SPD kommt nur noch auf 11 Prozent und die Freien Wähler auf 10. Die FDP würde am 14. Oktober den Einzug ins Parlament mit 6 Prozent knapp schaffen, die Linke mit 4 Prozent dagegen nicht.

(rt deutsch/dpa)

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