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Russischer Sicherheitschef Patruschew warnt vor „syrischem Szenario“ in Afghanistan

Der Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Nikolai Patruschew, nahm an einer laufenden multilateralen Konsultation über eine Lösung für Afghanistan teil, die derzeit in Kabul stattfindet. Dort teilte er anderen hochrangigen Beamten seine Ansichten bezüglich der Lage in dem Land mit.

Patruschew bezeichnete die Aktivitäten des Islamischen Staates (IS) als einen der Hauptfaktoren für die Verschlechterung der allgemeinen Situation in Afghanistan. Außerdem wies er darauf hin, dass der IS in dem Land das „syrische Szenario“ wiederholen wolle.
Der Sicherheitsbeamte forderte seine ausländischen Kollegen auf, die Bedrohung ernst zu nehmen, und wies darauf hin, dass 2014 auch viele Menschen dachten, dass die Terrorgruppe keine echte Bedrohung für den Irak oder Syrien darstellen werde.
Der vielschichtige militärische Konflikt in Syrien begann im Jahr 2011 nach einer Welle gewalttätiger Proteste, zu denen es im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ kam. Ein großer Teil der Milizen, die sich gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad stellten, stand auf der Seite der islamischen Fundamentalisten des IS, was dazu führte, dass die Radikalen fast ein Drittel des Landes, einschließlich der ölreichen Regionen im Norden Syriens, besetzten.
Eine von den USA geführte Koalition startete 2014 eine Operation zur Bekämpfung des IS in Syrien, aber ihre offene Opposition gegen den rechtmäßig gewählten syrischen Präsidenten und seine Regierung sowie die Unterstützung mehrerer terroristischer Gruppen, die der Westen als „moderat“ betrachtet, führten zu sehr bescheidenen Fortschritten.
Mehr zum Thema – Erfolglos – 900 Terroristen haben 2016 versucht, nach Russland einzudringen
Die russische Luftwaffe startete im Jahr 2015 nach einem offiziellen Antrag der syrischen Regierung ihre eigene Operation in Syrien. Mit russischer Unterstützung eroberte die syrische Armee einen Großteil der zuvor von den Terroristen besetzten Territorien zurück. Zwei Jahre später ordnete Russland bereits einen teilweisen Rückzug aus dem Land an, weil das Militär alle seine Hauptziele erreicht hatte.

Bei den Konsultationen in Kabul betonte der russische Sicherheitschef nun, dass die Krise in Afghanistan nicht mit rein militärischen Mitteln zu beenden sei. Er sagte:

Die einzige Möglichkeit, die politischen Probleme in Afghanistan zu lösen, besteht darin, mit politischen Mitteln und aktiver internationaler Unterstützung ein landesweites Abkommen zu erreichen.

Der russische Beamte stellte fest, dass die wichtigste radikale Bewegung Afghanistans, die Taliban, immer stärker werde und in jüngster Zeit viele erfolgreiche Angriffe auf regierungstreue Kräfte, insbesondere in den Provinzzentren, durchgeführt habe. Er wies darauf hin, dass dies trotz der 17-jährigen Präsenz des US-Militärs auf afghanischem Boden geschieht, und sagte, dies sei ein weiterer Beweis dafür, dass es für die Krise keine militärische Lösung gebe.

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